{"id":1926,"date":"2016-01-31T22:43:03","date_gmt":"2016-01-31T20:43:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wuhlesyndikat.de\/wordpress\/?p=1926"},"modified":"2016-01-31T22:43:03","modified_gmt":"2016-01-31T20:43:03","slug":"gemeinsame-erklarung-zu-den-vorkommnissen-am-30-januar-auf-dem-gelande-des-1-fc-union-berlin-e-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wuhlesyndikat.de\/wordpress\/gemeinsame-erklarung-zu-den-vorkommnissen-am-30-januar-auf-dem-gelande-des-1-fc-union-berlin-e-v","title":{"rendered":"Gemeinsame Erkl\u00e4rung zu den Vorkommnissen am 30.Januar auf dem Gel\u00e4nde des 1.FC Union Berlin e.V."},"content":{"rendered":"<p>Wir widersprechen hiermit ausdr\u00fccklich dem Polizeibericht vom 31.Januar 2016 und bitten hiermit um einen gemeinsamen Termin mit der Fanbetreuung, dem Sicherheitsbeauftragten, dem Pr\u00e4sidium und dem Aufsichtsrat des 1.FC Union Berlin e.V., um weiteres Vorgehen miteinander absprechen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir sind immer noch fassungslos ob der Ereignisse und wollen diese aus unserer Sicht in chronologischer Reihenfolge darlegen. Im Vorfeld des Benefizspiels gegen den SV Austria Salzburg wurde durch die Szene K\u00f6penick ein Marsch von der Altstadt K\u00f6penick zum Stadion An der Alten F\u00f6rsterei initiiert. Dieser geh\u00f6rte zum Einen zu den Feierlichkeiten zum 50. Vereinsgeburtstag und sollte zum Anderen auf die Situation des \u00f6sterreichischen Vereins aufmerksam machen. Dieser wurde 2005 neugegr\u00fcndet, als Red Bull Sponsor des klammen Verein wurde und s\u00e4mtliche identifikationsstiftende und traditionelle Werte wie Farben und Logo des Vereins verschwinden lie\u00df. Der urspr\u00fcngliche Verein firmiert heute als Red Bull Salzburg, w\u00e4hrend der neugegr\u00fcndete Fanverein wieder finanzielle Schwierigkeiten hat. Dieser Marsch war daher dazu geeignet, zu zeigen, dass es wichtiger aber auch schwieriger ist, f\u00fcr etwas zu sein und nicht nur dagegen.<\/p>\n<p>Am Schlossplatz K\u00f6penick versammelten sich bis etwa 15 Uhr etwa 800 Leute, die gemeinsam zum Stadion An der Alten F\u00f6rsterei laufen wollten. Die Fanbetreuung begleitete den Marsch und stand jederzeit im Kontakt zu den Verantwortlichen. Die Situation war entspannt und friedlich, obgleich vereinzelt Pyrotechnik gez\u00fcndet wurde. Kurz vor dem Stadion bildeten die Fans eine Gasse, so dass der Mannschaftsbus des 1.FC Union Berlin e.V. unter Applaus passieren konnte. Die Stimmung war ausgelassen und nicht aggressiv. Wir widersprechen an dieser Stelle auch der Darstellung, dass es polizeifeindliche Sprechges\u00e4nge gegeben habe. Die Fanbetreuung hatte daher auch keinen Grund, einzugreifen oder auf die Fans einzuwirken.<\/p>\n<p>Als die Fans das Stadiongel\u00e4nde erreichten, wurde der Durchgang ohne Grund durch behelmte Polizisten versperrt. F\u00fcr die nachkommenden Fans war dies nicht ersichtlich, sie dr\u00e4ngten ebenfalls auf das Stadiongel\u00e4nde. Ein Mann st\u00fcrzte infolgedessen und daraufhin kippte die Situation: die Polizisten verspr\u00fchten ohne vorherige Warnung Pfefferspray und pr\u00fcgelten auf die helfenden Fans ein. Deeskalierend wirkende Fans wurden ebenfalls geschubst oder bekamen F\u00e4uste ins Gesicht.<\/p>\n<p>Die Verletzten wurden anschlie\u00dfend den Rettungskr\u00e4ften im Stadion \u00fcbergeben, es gab im Verlauf dieser Situation eine Festnahme. Die anderen Fans str\u00f6mten derweil zum Einlassbereich, wo sich auch andere unbeteiligte Fans aufhielten, u.a. Rollstuhlfahrer und Kinder.<\/p>\n<p>Hier kam es wieder zu mehreren \u00dcbergriffen seitens der Polizei, einen direkten Ausl\u00f6ser k\u00f6nnen wir derzeit nicht benennen. Allerdings war es offensichtlich, dass hier r\u00fccksichts- und vor allem verantwortungslos gehandelt wurde. Die Polizei griff auch Personen an, die deeskalierend wirken wollten und die die mittlerweile aufgebrachte Menge beruhigten. Hierbei kam es auch zum \u00dcbergriff auf den Fanbeauftragten, der sich ordnungsgem\u00e4\u00df auswies und dennoch sp\u00e4ter im Krankenhaus behandelt werden musste.<\/p>\n<p>Die genaue Anzahl der Verletzten k\u00f6nnen wir auf Grund der un\u00fcbersichtlichen Lage nur sch\u00e4tzen, jedoch ist jede Verletzung eine zuviel. Wir bitten alle Verletzten, sich ihre Verletzungen \u00e4rztlich attestieren zu lassen und sich bei der Eisernen Hilfe unter info@eiserne-hilfe.de zu melden. Weiter ist es von Vorteil, ein Ged\u00e4chtsnisprotokoll zu den Ereignissen anzufertigen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nachvollziehen, dass Straftaten aufgekl\u00e4rt werden sollen, allerdings war dies weder der richtige Ort noch der richtige Zeitpunkt, geschweige denn die geeignete Taktik. Wir verurteilen daher diesen Einsatz und die daraus resultierenden Folgen f\u00fcr alle Beteiligten und w\u00fcnschen uns ein gemeinsames Vorgehen des 1.FC Union Berlin e.V. mit uns. An dieser Stelle m\u00f6chten wir auch nochmals darauf hinweisen, dass es sich um ein Benefizspiel handelte, bei dem zu keinem Zeitpunkt von einer Fanrivalit\u00e4t oder Angriffen auf gegnerische Fans auszugehen war. Die Anzahl der eingesetzten Polizisten und der Einsatz an sich, so er denn so geplant war und nicht etwa aus dem Ruder lief, sind klar zu verurteilen!<\/p>\n<p>Eiserne Hilfe<br \/>\nFan- und Mitgliederabteilung<br \/>\nSzene K\u00f6penick<br \/>\nWuhlesyndikat<br \/>\nTeen Spirit K\u00f6penick<br \/>\nHammerhearts<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir widersprechen hiermit ausdr\u00fccklich dem Polizeibericht vom 31.Januar 2016 und bitten hiermit um einen gemeinsamen Termin mit der Fanbetreuung, dem Sicherheitsbeauftragten, dem Pr\u00e4sidium und dem Aufsichtsrat des 1.FC Union Berlin e.V., um weiteres Vorgehen miteinander absprechen zu k\u00f6nnen. 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