{"id":3228,"date":"2019-08-14T09:37:27","date_gmt":"2019-08-14T07:37:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wuhlesyndikat.de\/wordpress\/?p=3228"},"modified":"2019-08-14T09:46:59","modified_gmt":"2019-08-14T07:46:59","slug":"den-bullen-keine-anerkennung-haltung-bewahren-fuer-unsere-werte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wuhlesyndikat.de\/wordpress\/den-bullen-keine-anerkennung-haltung-bewahren-fuer-unsere-werte","title":{"rendered":"Den Bullen keine Anerkennung &#8211; Haltung bewahren, f\u00fcr unsere Werte!"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe Unioner,<\/p>\n\n\n\n<p>vor 5 Tagen haben wir Euch dar\u00fcber informiert, dass wir, in Absprache mit vielen Fanclubs und der aktiven Szene, zum Spiel gegen RB Leipzig &#8211; wie bereits bei den beiden Heimspielen 2014 und 2015 &#8211; die ersten 15 Minuten aus Protest gegen die Besitzer des Gegners schweigen wollen. Seither haben viele Medien diesen Boykott in ihrer Berichterstattung kommentiert, in den sozialen Medien wird intensiv diskutiert und uns erreichten auf diversen Wegen viele direkte Meinungsbekundungen hierzu. Dabei gab es sowohl Unterst\u00fctzung f\u00fcr unser Vorhaben als auch Kritik.<\/p>\n\n\n\n<p>Was wir feststellen konnten: Auch bei den zahlreichen Kritiken wurde meist nicht die Ablehnung gegen RB Leipzig &#8211; also der eigentliche Grund des Boykotts &#8211; kritisiert, sondern oft die Art und Weise und der \u201eung\u00fcnstige\u201c Zeitpunkt unseres Protests, handelt es sich hierbei doch ausgerechnet um unser erstes Bundesligaspiel. Dies ist etwas, was uns zun\u00e4chst positiv stimmt und zeigt, dass unsere bisherigen Protestkampagnen in den vergangenen Spielzeiten ihre Wirkung nicht verfehlt haben. RB Leipzig bekommt keine Akzeptanz. Als Grund daf\u00fcr sehen wir ganz klar die entschiedenen und vielf\u00e4ltigen Protestaktionen, bei uns und bei anderen Fanszenen. Nichtsdestotrotz muss erw\u00e4hnt werden, dass RB scheinbar auch in Teilen unserer Fanszene ein St\u00fcck weit \u201eangekommen\u201c ist, ebenso in nat\u00fcrlich gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe in der allgemeinen \u00d6ffentlichkeit. Ein weiterer, entscheidender Grund, den Protest lebendig zu halten. Egal wie lang dieses Konstrukt auch noch durch Fu\u00dfballdeutschland geistern wird, ein Spiel gegen dieses kann nie ein normales Spiel sein! Und ja, ein Stimmungsboykott stellt eine drastische Ma\u00dfnahme dar. Das ist uns und allen Beteiligten bewusst. Jedoch sollte ebenfalls klar sein, dass es im Stadion wohl kaum eine wirkungsvollere Protestform geben kann. Weder durch Choreographien noch durch Spruchb\u00e4nder oder dergleichen kann eine entsprechende Aufmerksamkeit erzeugt werden. Derartige Formen sind in unserem, wie auch in anderen Stadien (noch) allt\u00e4glich und erfahren daher nur selten besondere Beachtung. Ein ruhiger, stiller Protest dagegen ist etwas Nichtallt\u00e4gliches und unterstreicht, dass dies f\u00fcr uns niemals ein Spiel wie jedes andere sein wird. Zudem sei nochmal erw\u00e4hnt, dass es nicht um ein blo\u00dfes Schweigen geht, sondern auch \u2013 wie in der vorherigen Ank\u00fcndigung genannt \u2013 eine begleitende optische Aktion geben wird, die sich mit unseren Werten befasst und zeigt \u201ewof\u00fcr\u201c wir stehen und was wir kritisieren. Diese optische Begleitung wird auch die Aktion zu Ehren unserer ehemaligen Mitstreiter auf den R\u00e4ngen nicht beeintr\u00e4chtigen. Auch hier wurde sich intensiv ausgetauscht und ein Kompromiss gefunden, um diesen wichtigen Moment zu w\u00fcrdigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der kommende Spieltag ist ein\nhistorischer in Unions Geschichte. Und auch ein gro\u00dfer Teil der Fu\u00dfballwelt wird\nnach Berlin-K\u00f6penick schauen. Zu dem kleinen Berliner Verein, der eigentlich\nschon mehrfach tot war. Den engagierte Fans in den 90ern durch einmalige\nAktionen vor dem Untergang bewahrten, der durchmarschierte bis ins Pokalfinale,\nder abst\u00fcrzte ins Nichts der Oberliga und doch wieder auferstand. Der einen\nlangen, steinigen Weg des wirtschaftlichen Wachsens gemeinsam mit seinen Fans\nhinter sich gebracht hat und nun hier am Ziel seiner Tr\u00e4ume einem Gegner\ngegen\u00fcbersteht, der genau das Gegenteil dessen verk\u00f6rpert, was wir sind. Dieser\n17 Mitglieder z\u00e4hlende Verein spielte vor 6 Jahren noch in der 3. Liga, 2016\nschon folgte der Aufstieg in die erste Liga und bereits im Jahr darauf wurde er\nVizemeister. Nicht durch ehrlicher H\u00e4nde Arbeit und Entwicklung, sondern durch die\n\u00dcbernahme eines Amateurvereins, durch massiven Geldeinsatz und zu einem\neinzigen (Werbe-)Zweck. Das alles werden wir am Sonntag sehen und das sieht\nauch die Fu\u00dfballwelt, die auf uns schaut. Viele unserer Weggef\u00e4hrten der\nvergangenen Jahre haben sich f\u00fcr Union gefreut, dass wir diesen Aufstieg gegen\nalle Widerst\u00e4nde geschafft haben. Und sie werden am Sonntag auf uns schauen und\ngespannt sein, wie wir diesem Gegner entgegentreten. Jubeln und feiern wir alle\nKritiken und Proteste der Vergangenheit weg, jetzt wo wir \u201eoben\u201c und Teil des\nGanzen sind? Wie siehts aus mit unseren Werten und Traditionen, die durch so\nviele Aktionen in der ganzen Bundesrepublik bekannt sind? Heute alles nicht\nmehr wichtig? Genau die Tatsache, dass wir nun unser erstes Bundesligaheimspiel\nbegehen werden und gleichzeitig gegen einen der gr\u00f6\u00dften Feinde unserer Werte\nprotestieren, unterstreicht noch einmal die Dringlichkeit dieser Angelegenheit,\ndie beim besten Willen nicht irgendeiner \u201eUltr\u00e0-Laune\u201c entwachsen ist! Es\nschmerzt, das erste Bundesligaspiel unseres Vereins in einem solchen Rahmen\nbegehen zu m\u00fcssen und doch liegt hier die gro\u00dfe Chance, zu beweisen, dass wir\ngenau deshalb ein Gewinn f\u00fcr die Bundesliga sind \u2013 weil wir bereit sind, f\u00fcr\nunsere Werte und unsere Art der Vereinskultur zu k\u00e4mpfen und Opfer zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Union und seine Fanszene haben in der\nVergangenheit viele K\u00e4mpfe bestritten. Gegen die Insolvenz 1997, auf der\nFandemo 2002, gegen die Lizenzauflagen des DFB 2004, gegen den Senat um das\nStadion 2008, auf der 2. Fandemo 2010, gegen das Sicherheitskonzept der DFL\n2012 und zuletzt gegen RB Leipzig. Wir haben nicht alle K\u00e4mpfe gewonnen, aber\nwir haben auch nie aufgegeben. Wir werden am Sonntag, einem so wichtigen Tag\nf\u00fcr den 1.FC Union Berlin, das tun, was wir immer getan haben: Haltung\nbewahren. Wir werden unseren Protest 15 Minuten lang durchziehen. Wir werden es\nauch im n\u00e4chsten Jahr tun und wir werden es in 10 Jahren tun, wenn es n\u00f6tig\nist! Bei Union haben wir stets kontrovers Meinungen diskutiert und es werden\nauch immer andere Meinungen akzeptiert. Das ist ebenfalls ein Teil unseres\nWerteverst\u00e4ndnisses. Wir sind keine Ultraszene, die Ihre Ansichten und\nMeinungen anderen aufzwingt. Aber wir werben f\u00fcr unsere Ansichten und wir\nwerben daf\u00fcr, wie so oft in unserer Geschichte, gemeinsam zu handeln und\ngemeinsam ein starkes Bild abzugeben. Sowohl in den ersten 15 Minuten als auch\nin den 75 anschlie\u00dfenden Minuten dieses f\u00fcr uns einmaligen Moments, in denen\nwir unsere Mannschaft und unseren Verein aus voller Kraft wie gewohnt\nunterst\u00fctzen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wuhlesyndikat 2002<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam Eisern!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"794\" height=\"397\" src=\"https:\/\/www.wuhlesyndikat.de\/wordpress\/wp-content\/\/Den-Bullen-keine-Anerkennung.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3233\" srcset=\"https:\/\/www.wuhlesyndikat.de\/wordpress\/wp-content\/Den-Bullen-keine-Anerkennung.jpg 794w, https:\/\/www.wuhlesyndikat.de\/wordpress\/wp-content\/Den-Bullen-keine-Anerkennung-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.wuhlesyndikat.de\/wordpress\/wp-content\/Den-Bullen-keine-Anerkennung-768x384.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 794px) 100vw, 794px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Unioner, vor 5 Tagen haben wir Euch dar\u00fcber informiert, dass wir, in Absprache mit vielen Fanclubs und der aktiven Szene, zum Spiel gegen RB Leipzig &#8211; wie bereits bei den beiden Heimspielen 2014 und 2015 &#8211; die ersten 15 Minuten aus Protest gegen die Besitzer des Gegners schweigen wollen. 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